Fünfzig Jahre kontinuierliche Tätigkeit zur Förderung des philosophischen Denkens, der Kultur, der internationalen Verständigung, der Toleranz und des Umweltschutzes

Resolution 2007

Resolution der Generalversammlung der Internationalen Organisation Neue Akropolis im April 2007:

Anläßlich ihrer Generalversammlung 2007 in Brüssel (Belgien) hebt die Internationale Organisation Neue Akropolis (IONA) ihre fünfzigjährige kontinuierliche Tätigkeit zur Förderung des philosophischen Denkens, der Kultur, der internationalen Verständigung, der Toleranz und des Umweltschutzes hervor. Sie stellt folgendes fest:

  1. Zur Erreichung obiger Ziele führte sie als internationale Organisation wichtige Tätigkeiten in über fünfzig Ländern in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in Asien, Afrika und Europa durch.

  2. Während dieser fünfzig Jahre arbeitete sie mit internationalen, mit nationalen und  auch mit regierungsunabhängigen Organisationen eng zusammen. Dies ist aus ihren Aktivitäten und Leistungen ersichtlich, die in den von der IONA regelmäßig herausgegebenen Jahrbüchern ausführlich dokumentiert sind.

  3. Die von den Vereinten Nationen gebilligten acht Entwicklungsziele des Jahrtausends sollen innerhalb der Möglichkeiten der nationalen Mitgliedsvereine der IONA und im Rahmen derer Aktivitäten weiterhin unterstützt werden, da diese Entwicklungsziele "einen Plan bilden, dem von allen Ländern der Erde und von allen führenden Entwicklungsinstitutionen der Welt zugestimmt wird".

  4. Angesichts der Zusammenarbeit von nationalen Vereinen mit der IONA in den lateinamerikanischen Ländern und der engen Verbindungen von einigen dieser nationalen Vereine mit der Organization of American States (OAS)  beschließt die IONA, weiterhin die wichtige Arbeit der OAS zugunsten der Länder in dieser Region zu unterstützen, insbesondere die Bemühungen der OAS um mehr Ausbildung und nachhaltige Entwicklung.

  5. Die zur EU gehörenden Mitgliedsländer der IONA sollen den Vorschlag des Europa-Parlaments und den Rat der Europäischen Union unterstützen, das Jahr 2007 als das "Europäische Jahr der Gleichheit und der Gelegenheiten für alle" auszurufen. Dessen Hauptziel ist es, "eine größere Debatte über den Nutzen der Verschiedenartigkeit für europäische Gesellschaften” in die Wege zu leiten und sich “die Rechte der Menschen auf Gleichbehandlung und ein diskriminierungsfreies Leben bewusster zu machen”. Dies ist besonders relevant, da eines der Grundprinzipien in der Gründungscharta der IONA lautet "den Geist der universellen Brüderlichkeit unter Menschen aller Glaubensbekenntnisse, aller Rassen und jeglichen sozialen Hintergrundes" zu fördern.

  6. Die IONA als philosophische Bewegung humanistischer Prägung unternahm auf dem Gebiet der kulturellen Entwicklung lobenswerte Anstrengungen, um "Menschen zu befähigen, ihre Potentiale zu entwickeln und durch das Verstehen der Naturgesetze in Harmonie mit der Natur zu leben", wie es in ihrer Gründungscharta heißt. Sie schlägt daher ihren Mitgliedsvereinen weltweit - mit mehreren tausend Mitgliedern - vor, während des kommenden Jahres ihre Aktivitäten zu intensivieren, um die Werte des harmonischen menschlichen Zusammenlebens zu fördern und miteinander daran zu arbeiten, die Grundrechte für ausnahmslos alle Menschen ins Bewusstsein zu bringen und zu verteidigen.

  7. Die Ökologie- und Umweltschutzarbeit der IONA während dieser letzten fünfzig Jahre hatte eine bedeutende Wirkung auf unseren Umweltschutz. Es ging nicht nur um Prävention, sondern auch um gewagte Rettungeinsätze bei Naturkatastrophen, wo der GEA-Zweig (Aktive Ökologie-Gruppe) von Neue Akropolis eine wesentliche Rolle gespielt hat - wie auch aus zahlreichen Dankschreiben von Regierungen und humanitären Organisationen ersichtlich. Diese sind in unseren Jahrbüchern ausführlich dokumentiert.

  8. Die IONA war - besonders bei jungen Menschen - sehr erfolgreich in der Bildung von Gruppen Freiwilliger, die in der Gesellschaft aktiv sind, indem sie das individuelle mit dem kollektiven Leben verbinden und einen Geist der Solidarität mit den am stärksten benachteiligten Menschen entwickeln.

  9. In unserer globalisierten Welt entwickelte die IONA einen ausgezeichneten Weg zur Verbreitung des philosophischen Denkens, da ihre Mitgliedsvereine weltweit daran arbeiten, "durch das vergleichende Studium von Philosophie, Wissenschaft, Religion und Künsten eine ganzheitliche Weltsicht zu erwecken", wie es in der Gründungscharta heißt. Dieses Prinzip hat sie die ganzen vergangenen Jahre hindurch maßgebend, um bei der Verbreitung von Kultur und Freiheit des Denkens qualitätsvolle Arbeit zu leisten und dies auch in der Zukunft fort zu setzen.

  10. Fünfzig Jahre lang entwickelte die IONA gemäß den Grundideen ihres Gründers, dem Philosophen Jorge Ángel Livraga Rizzi, mittels der verschiedenen Aktivitäten ihrer weltweit miteinander verbundenen Zentren eine Kultur der Werteerziehung. Wie die UNESCO später unterstrich, sind Werte ein Faktor bei der Suche nach "allgemeinen Elementen der Spiritualität, die man in allen heiligen Traditionen findet". Diese sind ständig durch die IONA gefördert worden als Teil einer Erziehung zu jenen bleibenden Werten.

  11. Der Philosoph Jorge Ángel Livraga Rizzi  hatte schon in zahlreichen Publikationen und Vorträgen darauf hingewiesen, dass das Abnehmen der Ozonschicht zur Erwärmung des Planeten führen würde, was das Abschmelzen der Polkappen zur Folge hätte. Er stellte fest, dass die Konsequenz ein Ansteigen des Meeresspiegels und ein Vordringen von kalten Gewässern wäre, was eine Gegenreaktion zur Erwärmung produzieren würde: nämlich eine Mikro-Eiszeit. Mit diesen Studien nahm er vorweg, was jetzt von einer Reihe bedeutender wissenschaftlicher Gesellschaften bestätigt worden ist. Die Generalversammlung der IONA möchte betonen, dass der Philosoph Livraga Rizzi darauf hinwies, dass dieser Prozess der physischen Mikro-Vereisung wichtige psychologische Konsequenzen hätte, indem er nämlich Phänomene der Isolation und eines neuen Mittelalters in der Gesellschaft erzeugen würde.

  12. Die IONA versucht, den Menschen die Konsequenzen dieser Phänomene des Verfalls der menschlichen Beziehungen bewusst zu machen und durch ihre kultur-und völkerübergreifende Integrationsarbeit diesem oben erwähnten Prozess der Entstehung eines neuen Mittelalters entgegen zu wirken.