Neuinterpretation der sozialen Realität: das „neue Mittelalter“

Resolution 2004

In der Generalversammlung der Internationalen Organisation Neue Akropolis (IONA), in Mexiko City (Mexiko) wurde am 8. April 2004 folgende Resolution verabschiedet: Grundsatzerklärung:

Die Generalversammlung bestätigt den Inhalt der 4. Resolution der Generalversammlung 2003, die in der tschechischen Republik stattfand, bei der die Überarbeitung des Studienprogramms der IONA sowie die Einführung von akademischen Graden behandelt wurde. Die IONA unterstreicht damit die Bedeutung, die sie der philosophischen Ausbildung beimisst.

Die Generalversammlung will dabei den von den Vereinten Nationen diesbezüglich vorgeschlagenen Richtlinien folgen. Die IONA stimmt mit den Grundsätzen der Vereinten Nationen überein, mit welchen sie eine Zusammenarbeit anstrebt, um in der Gesellschaft mehr Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität zu erreichen.

Die Generalversammlung reagiert auf aktuelle Denkströmungen, deren Analyse der heutigen Gesellschaft zu einer neuen Sicht der sozialen Realität in der Öffentlichkeit beiträgt. Die Präsidentin der IONA konnte sich bei lokalen Versammlungen in verschiedenen Teilen der Welt selbst davon überzeugen. Es scheint als entwickle sich die Gesellschaft in Richtung eines „neuen Mittelalters“, in dem es notwendig wird, bestehende materielle Güter umzuverteilen und Modelle einer „Krisenökonomie“ zu schaffen. Diese soll das Überleben der Menschen – vor allem der Bedürftigsten unserer Zeit – ermöglichen. Deren Notwendigkeit wurde bei den vergangenen Wirtschaftskrisen in Argentinien, Mexiko oder im südostasiatischen Raum, wo Delegationen der IONA wichtige soziale Aktivitäten und Hilfsaktionen durchführen, erkannt.

Die Generalversammlung wiederholt die Bedeutung der bereits in den vergangenen Resolutionen hervorgehobenen Punkte. [Siehe Punkt c) der Generalversammlung des Jahres 2003; Punkt e) der Generalversammlung des Jahres 2002; Punkt c) der Generalversammlung des Jahres 2001; Punkt d) der Generalversammlung des Jahres 2000]. Darin wurde auf den Schaden aufmerksam gemacht, den der Planet Erde bereits erlitten hat – sei es durch die Unverantwortlichkeit der Menschen oder durch Naturkatastrophen, welche in jüngster Zeit Städte, deren Bevölkerung und das ökologische Umfeld verwüsteten. Ebenso wurden die Möglichkeiten der IONA hervorgehoben, bei diesen Katastrophen zu einer Verringerung des Leids beizutragen. Es wurden konkrete und punktuelle Schritte im Rahmen eines Volunteermodells unternommen, zum einen durch die IONA selbst, zum anderen in Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen oder privaten internationalen Organisationen mit übereinstimmenden Zielsetzungen.

Die Generalversammlung bekundet ihre Anteilnahme für die Opfer von Terror-Attentaten, welche die Welt erschüttern und unzählige unschuldige Leben fordern. Deshalb ruft sie zu Frieden und Vernunft auf und erinnert daran, dass derartige unkontrollierte Gewaltakte nur zu einer Spirale aus Hass und Fanatismus führen. Dadurch wird eine Art neuer Weltkrieg des Schreckens hervorgerufen, der menschenunwürdiges Verhalten zur Folge hat und Freiheit und Eintracht zunichte macht. Deshalb ruft die IONA die lokalen Organisationen in der ganzen Welt dazu auf, Kampagnen zu starten, die den Dialog und die Toleranz fördern.